Artgerechte Haltung von Männern und Frauen: Das Zusammenleben harmonisch gestalten

Geschrieben am 30.05.2011

Wenn Mr. Right und seine Traumfrau zusammengezogen sind, fangen die Probleme oft erst an. Tötet Zusammen-Wohnen die Liebe? Oder gibt es ein Rezept für eine glückliche Beziehung in den gemeinsamen vier Wänden?

Die ewige Suche nach der passenden Wohnung und der Umzugsstress sind endlich hinter sich gebracht, das Liebesnest ist Stück für Stück eingerichtet. Nun kann theoretisch wieder Ruhe einkehren. Praktisch fangen die Probleme und Streitereien aber jetzt erst an und viele Paare erleben ein böses Erwachen. Geben und Nehmen, Freiraum lassen und gute Kommunikation können das Zusammenwohnen positiv beeinflussen.

Die passende Wohnung für die Beziehung

Die Liebe ist groß und man möchte jede Sekunde beieinander sein und verbringt eigentlich so und so schon jede Nacht zusammen. Und dann wacht man am Morgen zusammen auf und muss in den Alltag starten. Nur dumm, dass man immer gerade da ist, wo wichtige Arbeitsmaterialien gerade nicht sind. Die Rennerei zwischen zwei Haushalten kann sehr anstrengend sein.

Deshalb überlegt man sich: Soll ich mit meinem Partner zusammenziehen? Zu mir oder zu dir, wird sich dann gefragt. Doch diese Frage hat viel Streitpotenzial. Wenn man ein gemeinsames Leben beginnen will, sollte man dies möglichst auf ganz neuem Territorium machen. Die passende Wohnung ist die Quersumme der Vorstellungen beider Partner. Die Wohnung sollte für beide günstig liegen und groß genug sein.

Die Vorstellung der kuscheligen Höhle, in der das Liebespaar auf kleinstem Raum zusammenleben kann und alles teilt, ist romantische Illusion. Damit kein Liebeskummer entsteht, sollte jeder neben dem gemeinsamen Schlafzimmer auch sein eigenes Zimmer haben können, seinen Ort, an dem er sich ausleben und auch mal zurückziehen kann.

Rezept für eine harmonische Beziehung: Leben und leben lassen

Die goldene Regel besagt, von Anfang an alles zusammen zu entscheiden und sich darüber auszutauschen, wie man sich das Leben im gemeinsamen Liebesnest so vorstellt. Nur wenn die Kompromisse gleichmäßig auf beide Partner verteilt sind, können sich beide in der gemeinsamen Wohnung auch wohl fühlen.

Wenn man nun den gesamten Alltag miteinander teilt und man alle anderen Rückzugsfestungen aufgibt, muss man sich vor der emotionalen Abhängigkeit hüten, die die Gewöhnung mit sich bringen kann.

Zusammenleben heißt nicht, dass es nur noch ein Wir gibt. Im Gegenteil sollte jeder Partner weiterhin seinen Weg gehen, seine Freunde sehen und seinen Freiraum ausleben können.

Doch es ist schon lange nichts Neues mehr, dass Mann und Frau sich in puncto Zusammenleben unterscheiden. Die Vorstellungen können weit auseinander gehen. Deshalb hier ein paar Tipps.

Artgerechte Haltung für die Frau

Die Freundin neigt dazu, sich alles bereits auszumalen und sich eine feste Traum-Vorstellung aufzubauen, während der Partner eher alles auf sich zukommen lässt und sich dann nur mäßig an die vielen unerwarteten Veränderungen in seinem Leben gewöhnen will. Man sollte nie den Fehler machen, den Anderen ändern zu wollen. Besonders Frauen neigen dazu und wundern sich dann, wenn sie ihn an seine eigene Mutter erinnern.

Im Gegenteil können sich die Gegensätze perfekt ergänzen. Deshalb sollte die Frau alles dekorieren dürfen und der Mann muss sie dafür loben, auch wenn es ihm egal ist. Eine Frau braucht Romantik und Ordnung, will aber auch nicht immer alles alleine machen. Kleiner Tipp: Schauen Sie sich einfach etwas vom Anderen ab, denn auch hier gilt, wenn auch im positiven Sinne: „Wie du mir, so ich dir“.

Artgerechte Haltung von Männern

Der Mann ist sehr eigenwillig, wenn es um sein Zuhause geht. Er handwerkelt gerne in der Wohnung herum, drückt sich aber lieber vorm Abwasch. Die Frau kann von einem Mann nicht erwarten, dass er ihr alles von den Augen abliest. Der Mann braucht auch mal klare Ansagen.

Wenn man ihm sagt, was er im Haushalt wie zu tun hat, erledigt er seine Aufgaben meist auch sehr akribisch. Also tun Sie sich den Gefallen und machen einen verbalen Putz- und Aufgabenplan. Und wenn sich einer irgendwie benachteiligt fühlt, sollte man immer darüber reden. Der Mann braucht seine Freiheit, also lassen Sie ihn losziehen. Vertrauen ist die Basis von allem!

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