Beziehungs-Probleme: Partnerschaft retten oder Trennung akzeptieren?

Geschrieben am 10.06.2011

Wenn die Beziehung am Ende zu sein scheint, fällt es oft schwer, Entscheidungen zu treffen. Soll man um die Liebe kämpfen, oder muss man die Beziehung für gescheitert erklären? Vielleicht ist eine Trennung auf Zeit die Lösung und der Ausweg aus dem Beziehungsstress. Oder sollte man das Liebesaus akzeptieren und sich lieber trennen?

Viele Paare haben Angst vor einer Trennung. Oft denken beide darüber nach, aber keiner von beiden möchte es laut aussprechen: Wir sollten uns trennen. Man möchte dem Anderen nicht wehtun, sich nicht eingestehen, dass alles umsonst gewesen ist und der Kampf verloren.

Eine Beziehung aufzugeben fällt uns allen schwer, aber manchmal ist der getrennte Weg eben doch die richtige Entscheidung.

Entscheidungshilfe bei Beziehungs-Problemen

Niemand kann einem Tipps geben, ob man sich trennen soll, oder nicht. Man kann die Entscheidung nicht abgeben und es löst sich meistens auch nicht von allein. Jeder muss die Gefahr eingehen, die falsche Entscheidung für sich getroffen zu haben und die Verantwortung dafür übernehmen.

Es geht nicht darum, gleich zu gehen oder zu bleiben, sondern nur darum, sich dazu durchzuringen, eine Entscheidung zu treffen.  Hat man eine Entscheidung im Stillen mit sich allein getroffen, wird es einem erstmal besser gehen, denn die Last fällt von den Schultern. Je nach dem, wie die Entscheidung ausfällt, geht es dann weiter.

Probleme erkennen und offen legen

Wenn es in der Beziehung so richtig kriselt, fragt man sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, den Stress zu ertragen. Generell trennen sich viele Paare zu schnell. Heutzutage suchen alle das nicht existente Perfekte oder die absolute Romantik und geben sofort kompromisslos auf, sobald Probleme entstehen.

Es gibt verschiedene Arten von Problemen in der Partnerschaft und unterschiedliche Ursachen dafür. Manche Krisen können überwunden werden, andere Probleme finden einfach keine Lösung. In einer Partnerschaft teilt man fast alles. Genauso sollte man auch seine Zweifel und Sorgen mit dem Partner teilen, wenn sie zu sehr und schon zu lange an einem nagen.

Man darf nicht den Fehler machen zu denken, der andere würde diese Gedanken nicht haben, nur weil er nicht darüber redet. Wir sind alle gute Schauspieler in unseren Partnerschaften. Also legen Sie ihre Gefühle offen auf den Tisch!

Gehen oder bleiben?

Sich trennen oder nicht ist ohne Zweifel die schwerste Entscheidung in Liebesdingen. Wenn man die Probleme analysiert hat, ergeben sich daraus die Lösungsansätze. Bei vielen Problemen muss man sich einfach nur mal ein bisschen zusammenreissen und durchatmen, dann lösen sich die Kleinigkeiten in der Liebe von allein.

Andere Krisen resultieren aus temporärem Stress. Diese Probleme lassen sich durch eine Trennung auf Zeit lösen. Doch man darf es nicht nur als ein „den Problemen aus dem Weg gehen“ sehen. Man stellt sich den Problemen, wenn man eine Zeit lang Abstand voneinander nimmt.

Gesunde Trennung statt Beziehungs-Probleme

Handelt es sich aber um fundamentale Probleme, die an der Basis kratzen und sie langsam aber sicher zum Einstürzen bringen, sollte man lieber eine gesunde Trennung vollziehen.

Sich gesund trennen heißt, nicht im Streit auseinander zu gehen, sondern ausführlich darüber zu reden. Wenn die Kontra-Liste einfach länger ist, sollte man es nicht künstlich erzwingen. Ein sauberer Schnitt ist oft besser als ein Stick ins Herz, der lange blutet.

Trennungen in beidseitigem Einverständnis sind kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil zeugt es von großer Willensstärke und Vernunft, loszulassen und zu akzeptieren, dass es nicht geklappt hat. Der Schmerz über den Verlust und der Liebeskummer durch die Trennung wird nicht geringer sein, aber schneller heilen können.

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