Die Fernbeziehung: Tipps für die schwierige Zeit auf Distanz

Geschrieben am 16.04.2012

Fernbeziehungen sind in unserer heutigen Gesellschaft fast normal. Und mit Smartphones, Skype und Billigfliegern ausgerüstet, glauben wir, eine Liebe auf Distanz mit Leichtigkeit meistern zu können. Dabei sind wir uns oft nicht im Klaren darüber, was auf uns zu kommt.

Fernbeziehung - @Flickr/rcabanilla

Wo die Liebe hinfällt… ist heute leider nicht immer in derselben Postleitzahl. Oft lässt es sich nicht vermeiden, in eine Fernliebe zu schlittern – und ob direkt nach dem ersten Date oder nach jahrelanger Beziehung, immer stellt sich die Frage: Können wir die Zeit getrennt meistern?

Teste dich selbst – bist du der Typ für eine Fernbeziehung?

Ob du dich gut in einer Fernbeziehung einrichten kannst, kommt hauptsächlich darauf an, wie wichtig dir Selbstständigkeit ist. Wenn du gerne Zeit für deine Karriere, deine Hobbys und deine Freunde hast, wird es dir leicht fallen, die Zeit alleine zu füllen.

Um dich zu entscheiden, stelle dir folgende Fragen: Bist du eher der eifersüchtige Typ? Brauchst du viel Körperkontakt? Kannst du nicht leben, ohne deinem Partner mindestens einmal am Tag lange in die Augen zu schauen? Findest du, dass ein Telefonat eine Berührung nicht ersetzt?

Hast du alle Fragen mit Ja beantwortet? Dann solltest du dir überlegen, ob eine Liebe auf Distanz dich wirklich glücklich machen würde.

So geht ihr Problemen aus dem Weg

Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass es für eine glückliche Beziehung unwichtig ist, wie oft die Partner miteinander sprechen. Dieselbe Studie hat auch gezeigt, dass Paare, die sich handschriftliche Briefe schreiben, glücklicher sind. Also lieber mal in einen Brief oder eine Postkarte investieren als in die SMS-Flatrate!

In der Zeit beieinander ist es wichtig, Rituale zu pflegen. Das Stammcafé schafft Vertrautheit und hilft, die anfängliche Ferne zu überbrücken. Und außerdem solltet ihr den Weihnachtseffekt vermeiden: Bloß nicht zu viel von der gemeinsamen Zeit erwarten! Lieber mal ausspannen und Zeit zum Nichtstun einplanen.

Beim Abschied hilft es beiden, wenn das nächste Wiedersehen bereits feststeht – und wenn der Liebste zur Tür hinaus ist, am besten mit den Freunden in eine Bar gehen, statt im Trennungsschmerz zu versauern.

Das Schwierigste an einer Liebe auf Distanz ist das Ende

Zunächst eine gute Nachricht: Fernbeziehungen enden statistisch nicht eher als Nahbeziehungen. Die meisten dauern drei Jahre – dann trennt man sich, oder man zieht zusammen. Die Mehrzahl der Fernbeziehungspaare hat die Erfahrung gemacht, dass ein absehbares Ende das wichtigste Kriterium dafür ist, ob die Beziehung hält.

Meistens beginnt die wirklich schwere Phase einer Fernbeziehung, wenn man endlich in derselben Stadt wohnt. Denn dann stellt sich die große Frage: Passen wir wirklich auch im Alltag zusammen? Falls ihr die Frage mit Nein beantworten müsst, seid nicht traurig, sondern macht euch lieber auf zum nächsten Ersten Date.

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