Was tun gegen Liebeskummer? – Erste Hilfe für ein gebrochenes Herz

Geschrieben am 31.03.2011

Amors Pfeil will den Angebeteten einfach nicht treffen oder die Trennung vom Partner verursacht tiefen Schmerz, Trauer und Wut. Was tun, damit sich die Welt endlich nicht mehr nur um den Einen dreht und man seinen Weg voller Hoffnung wieder allein gehen kann? Ein paar Notfallpläne..

Erste Hilfe bei Liebeskummer © flickr kelsey_lovefusionphoto

Elefanten gehen auf dem Brustkorb spazieren und das Herz liegt in Trümmern, wie das besagte Porzellan im Laden, in dem die Liebe wütete. Man kann an nichts anderes mehr denken, aber so kann es auch nicht weitergehen. Ein Grashalm muss her und die Scherben gehören zusammengefegt. Und das Leben geht weiter.

Auch wenn man Sätze wie “Andere Mütter haben auch schöne Söhne/Töchter” oder “Das Leben geht weiter” nicht mehr hören kann, gibt es doch ein paar Ratschläge, die bei einem traurigen Herzen etwas Heilung verschaffen.

Liebeskummer: Loslassen und neu verlieben

Wenn man sein Herz erst einmal verschenkt hat, scheint es kein Zurück mehr zu geben. Aber keine Sorge, wenn die Enttäuschung vergeht, man loslässt und es nicht mehr wehtut, ist das Herz wieder fast wie neu und kehrt reumütig zurück.

Aufgeben erscheint nicht besonders heldenhaft, aber manchmal ist Besonnenheit eben doch der bessere Berater. Das Herz wird es auch irgendwann einsehen und dem Kopf Folge leisten. Und ist etwas Gras über die Sache gewachsen, kann man sein Herz wieder ganz schnell an einen anderen Menschen hängen.

Wenn Beziehungs-Traum-Blasen platzen: Erste Hilfe gegen das gebrochene Herz

Keep smiling! © flickr Nora ValoDie Beziehung ist am Boden und kommt einfach nicht mehr hoch. Der Kampf ist verloren. Das Herz liegt in Trümmern. Jetzt braucht man einen starken Arm, der einen aus dem schwarzen Loch wieder raus zieht, das Licht anknipst und ein Lächeln zurück auf die Lippen zaubert.

So ein Mensch ist meist der beste Freund oder man zieht sich zurück in die Arme der Familie, um sich an Papas Schulter auszuheulen und mit Mamas Rockzipfel die Tränen wegzuwischen.

Die Phasen der Trennung vom Schock und Nicht-wahr-haben-wollen über die unbändige Wut und den erneuten Kampf, die Depression, bis zum Akzeptieren und schließlich Neuorientieren muss jeder durchstehen.

Ein paar Tipps um schneller mit Liebeskummer fertig zu werden:

  • Weinen: Körper und Seele brauchen Tränen, um Trauer zu verarbeiten. Also immer schön die Dämme öffnen und anschließend ein großes Glas Wasser trinken. Da muss man Geduld mit sich haben, aber danach fühlt man sich einfach besser, irgendwann.
  • Reden: Mit Freunden reden, der Familie oder sogar Unbekannten hilft immer, die Situation zu realisieren, einschätzen zu können und weiterzukommen. Oder einfach mal die Gedanken und Gefühle niederschreiben. Erst wenn die negativen Gefühle geäußert und woanders gespeichert sind, kann die emotionale Festplatte gelöscht werden.
  • Arbeiten: Viele Menschen vergraben sich bei Liebeskummer gerne in der Arbeit. Wenn man sich nicht zu viel zumutet, ist das auch eine gute Ablenkung, aber eben keine Lösung. Deshalb sollte diese Phase erst später herangezogen werden.
  • Renovieren: Jetzt ist die Gelegenheit, einfach anzupacken, was man schon immer mal machen wollte. Endlich mal alle Papiere ordnen oder die Wände neu streichen – jeder Tapetenwechsel befreit die Seele. Oder wollte man nicht schon immer mal Tanzen lernen, oder Japanisch, oder zum Klettern nach Neuseeland reisen? Neue Projekte lenken ab und machen wieder Mut und Freude am Leben.
  • Akzeptieren: Man sollte irgendwann an den Punkt kommen, die Trennung zu akzeptieren und weder wehmütig noch wütend auf die Beziehung zurück blicken können. Wem es hilft, Fotos und Erinnerungen in einer Zeremonie zu verbrennen oder alles aus dem Blickfeld zu räumen, was dem Partner gehört, kann das tun. Aber man muss lernen, mit den Erinnerungen zu leben, denn man kann nicht alles hinter sich lassen. Und es hängen doch eigentlich auch schöne Momente an den Erinnerungsstücken, die es nicht verdient haben, völlig in Vergessenheit zu geraten.
  • Neuorientieren: Wenn die Sonne wieder mehr scheint, kann man sich mal wieder etwas herausputzen und unter Leute gehen. Die Anerkennung seiner Mitmenschen ist unheimlich wichtig, um weitermachen zu können. Denn niemand ist Schuld oder schlechter als ein anderer. Das Leben geht weiter und man hat neue Chancen auf das ersehnte Glück – denn das nächste Erste Date kommt bestimmt – oder man genießt erst einmal das Single-Dasein.

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